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Konzeption

4. Behandlungsangebote

4.1 Abteilung Ofener Str. 20
4.2 Abteilung Huntetal
4.3 Abteilung to Hus
4.4 Abteilung Hörgeschädigte
4.5 Auffangbehandlung

Die Behandlung in der Fachklinik Oldenburger Land  richtet sich nach der Art und Schwere der Erkrankungen. Deshalb wurden Behandlungskonzepte für verschiedene Patientengruppen entwickelt.

4.1  Abteilung Ofener Straße 20  ( Standort: 26121 Oldenburg)

(a)  Frauen und Männer (gemischtgeschlechtliche Gruppe). Die Patienten sind sozial integriert und haben in der Regel Familie/Partnerschaft und einen Arbeitsplatz. Genderspezifische Aspekte werden berücksichtigt. Eine durchschnittliche intellektuelle Leistungsfähigkeit ist erforderlich. Es handelt sich um Patienten, die z.B.

  • sich in einem Identitäts- und Rollenkonflikt befinden, der sich aus den unterschiedlichen Anforderungen in Familie, Beruf, Partnerschaft etc. ergibt
  • von einer besonderen Bindungs- und/oder Trenungsproblematik betroffen sind (Unfähigkeit zur Ablösung aus der Herkunftsfamilie, Festhalten an gescheiterter Partnerschaft)
  • in abhängige Beziehungsstrukturen (Partner, Ursprungsfamilie u.a.)  verstrickt sind
  • Übergriffe, sexuellen Mißbrauch und/oder Gewalt erfahren haben.

Ausführlicher zu dieser Patientengruppe siehe Kurzkonzept A. im Anhang.

Für diese Patientengruppe  werden auch eine „Verkürzte Regelbehandlung“ (siehe Kurzkonzept B. im Anhang) sowie eine „Kurzzeittherapie“ (siehe Kurzkonzept C. im Anhang) angeboten.

 (b)  Männergruppe. Es handelt sich um Männer, die z.B.

  • sich in einem Identitäts- und Rollenkonflikt befinden
  • von einer besonderen Bindungs- und/oder Trennungsproblematik betroffen sind (Unfähigkeit zur Ablösung aus der Herkunftsfamilie, Festhalten an  gescheiterter Partnerschaft etc.)
  • Übergriffe, sexuellen Mißbrauch und/oder Gewalt erfahren haben.

Ausführlicher zu dieser Patientengruppe siehe Kurzkonzept D. im Anhang.

Für diese Patientengruppe  werden auch eine „Verkürzte Regelbehandlung“ (siehe Kurzkonzept B. im Anhang) sowie eine „Kurzzeittherapie“ (siehe Kurzkonzept C. im Anhang) angeboten.

(c)   Teilstationäre Behandlung Frauen und Männer (Tagesklinik). Die Patienten sind bereits verlässlich abstinent, benötigen aber einen strukturierten Tagesrahmen. Ihre lebenspraktischen Fähigkeiten und ihre emotionale Belastbarkeit sind höher als bei stationären Patienten.

Ausführlicher zu dieser Patientengruppe siehe Kurzkonzept E. im Anhang.

4.2 Abteilung Huntetal (Standort: 27801 Dötlingen-Neerstedt)
(a) Frauen und Männer mit langjähriger Suchterkrankung, gleichwohl eher sozial integriert.Es  sind motivierte Patienten, ihre Introspektionsfähigkeit bedarf der Entwicklung. Die Patienten verfügen oft über eine handwerkliche Quafikation oder eine langjährige berufliche Erfahrung. Es handelt sich um Patienten, die z.B.

  • sich in ihrer Arbeit überfordert fühlen
  • sich in einem Selbstwertkonflikt befinden
  • in ihrer Beziehungsfähigkeit Defizite aufweisen
  • Hemmungen, Ängste oder depressive Zustände erleben.

Ausführlicher zu dieser Patientengruppe siehe Kurzkonzept A. im Anhang.

(b)  Frauen und Männer mit z.B. besonderer Beeinträchtigung der sozialen Fähigkeiten, Fehlen von lebenspraktischen Fertigkeiten, erheblichen biographischen Belastungen (antisoziale Persönlichkeitsstörungen im engeren Sinne können nicht behandelt werden). Es handelt sich um Patienten, die z.B. folgende Besonderheiten aufweisen:

  • strukturelle Ich-Störungen (z.B. spezifische Persönlichkeitsstörungen, abnorme Gewohnheiten, Störungen der Impulskontrolle, depressive Syndrome etc.)
  • soziale Defizite
  • langjährige Arbeitslosigkeit
  • unrealistische Selbsteinschätzung.

Ausführlicher zu dieser Patientengruppe siehe Kurzkonzept F. im Anhang.

4.3 Abteilung to Hus (Standort: 27801 Dötlingen-Neerstedt)
Frauen und Männer mit Einschränkungen der intellektuellen Fähigkeiten und/oder mit besonderen Störungen im Kontakt- und Kommunikationsbereich.

Unter dem Begriff  "Patienten mit Einschränkungen der intellektuellen Fähigkeiten und/oder mit besonderen Störungen im Kontakt- und Kommunikationsbereich"  sind Personen zu verstehen, die u.a.  folgende Einschränkungen bzw. Kriterien aufweisen können:

  • Einschränkung der intellektuellen Leistungsfähigkeit im Sinne einer Lernbehinderung, d.h. Intelligenzquotient (IQ) zwischen 70 und 84
  • erheblich eingeschränkte Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
  • eine spezifische Selbstwertproblematik
  • ausgeprägte Hemmungen und/oder Ängste.

Patienten mit einer der o.g. Einschränkungen und einer Psychose (aus dem schizophrenen Formenkreis) können nicht behandelt werden. Sie sind erfahrungsgemäß mit unserem Programm überfordert.

Patienten mit einer sehr schweren Minderung der intellektuellen Leistungsfähigkeit (d.h. IQ
unter 70) können ebenfalls nicht behandelt werden.

Eine wichtige Voraussetzung zur Behandlung dieser Patienten ist, daß sie Leidensdruck verspüren und eine gewisse Eigenmotivation mitbringen. Es soll sich um rehabilitationsfähige Patienten handeln
Ausführlicher zu dieser Patientengruppe siehe Kurzkonzept G. im Anhang.

4.4 Abteilung Hörgeschädigte (Standorte: 27801 Dötlingen-Neerstedt und 26121 Oldenburg)
Hörgeschädigte Frauen und Männer (gehörlos, schwer- und schwersthörig).

Gehörlose müssen die Gebärdensprache beherrschen. Schwer- und schwersthörige Patienten sollten die Gebärdensprache beherrschen.

Schwer- und schwersthörige Patienten ohne Gebärdensprache können unter Zuhilfenahme technischer Mittel in hörenden Gruppen behandelt werden (mit sog. Mikro-Port-Anlage).

Gehörlose ohne Gebärdensprachkenntnisse können nicht behandelt werden.

In dieser Abteilung werden ausnahmsweise auch Patienten behandelt, die von illegalen Drogen abhängig sind sowie Patienten mit Eßstörungen und pathologische Glücksspieler. Ausnahmsweise werden auch minderjährige Patienten ab 14 Jahren aufgenommen (nur mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten).
Am Standort 26121 Oldenburg werden nur schwer- und schwersthörige Patienten ohne Gebärdensprache behandelt (mit Miko-Port-Anlage).

Ausführlicher zu dieser Patientengruppe siehe Kurzkonzept H. im Anhang.

4.5 Auffangbehandlung (alle Abteilungen)
Es werden rückfällig gewordene Patienten behandelt (Auffangbehandlung). Eine Auffangbehandlung ist nur dann angezeigt, wenn der Rückfall kurze Zeit zurückliegt. Diese Patienten können aufgenommen werden, wenn bereits eine stationäre Behandlung durchgeführt wurde und eine erneute kurzfristige Behandlungsmaßnahme notwendig erscheint. Eine umfassende Diagnose sollte vorliegen.

Die Behandlung erfolgt je nach Indikation in der entsprechenden Abteilung der Fachklinik Oldenburger Land.
Ausführlicher zu dieser Patientengruppe siehe Kurzkonzept J. im Anhang.


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