|
|
|
|
|
   
     
  Home
     
  Prospektbestellung
     
  Die Klinik
    Einführung
Die Abteilungen
Die Therapie
Medizin
Psychotherapie
Arbeitstherapie
Klinikseelsorge
Angehörigengespräche
Heimfahrten
Nachstationäre Betreuung
Freizeit
     
  Behandlungsangebote
     
  Konzeption
     
  Patienteninformation
    Abteilung Ofener Straße 20
Abteilung Huntetal
Abteilung to Hus
Abteilung Hörgeschädigte
Tagesklinik
     
  Aufnahmeverfahren
     
  Ansprechpartner
     
  Lage / Anfahrtsweg
    Standort Oldenburg
Standort Dötlingen-Neerstedt
     
  Verbund
     
  Klinikseelsorge
     
  Förderverein
     
   

Konzeption

Anlage B - Verkürzte Regelbehandlung (8-10 Wochen)

1. Zielgruppe
2. Behandlungsziele
3. Therapeutische Methoden
4. Behandlungsverlauf
5. Behandlungsdauer
6. Personelle Besetzung
7. Stundenverteilung pro Woche

1. Zielgruppe
Diese Patienten verfügen über Erfahrungen aus Vorbehandlungen. Diese Erfahrungen reichten aber nicht aus, um erfolgreich abstinent leben zu können.

Bei dieser Gruppe haben sich bisher keine wesentlichen beruflichen oder sozialen Probleme durch die Suchterkrankung ergeben. Die Patienten sind in der Regel noch in Arbeit und verfügen über funktionierende familiäre Strukturen (bei Fortsetzung des Suchtmittelkonsums sind allerdings Probleme  zu erwarten).
Sie verfügen über gute kognitive und interaktionelle Ressourcen. Die bildungsunabhängige Leistungsfähigkeit (Intellektuelle Fähigkeiten, Konzentration, Merkfähigkeit etc.) ist nicht eingeschränkt.

Die Patienten befinden sich körperlich und psychisch in einem guten Zustand. Sie sind in der Lage, an allen therapeutischen Veranstaltungen teilzunehmen. Akuterkrankungen liegen nicht vor und sind auch nicht zu erwarten.

2.  Behandlungsziele

  • Stabilisierung und/oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit
  • Verbesserung der Kompetenz, Konflikte zu erkennen und zu lösen
  • Erarbeitung der Therapiezielvereinbarung
  • Bearbeitung der Therapiezielvereinbarung
  • bewußte Wahrnehmung eigener Ressourcen
  • Erreichen bzw. Wiederherstellung einer stabilen Abstinenz.

3. Therapeutische Methoden
Der Behandlungsansatz ist tiefenpsychologisch orientiert. Der ambulant erfasste und beschriebene Konflikt der Patienten wird im stationären Rahmen vertieft bearbeitet. Es geht im wesentlichen um die Bearbeitung der Therapiezielvereinbarung und  um die Entwicklung  handlungsorientierter Lösungsstrategien.

Der Schwerpunkt der therapeutischen Arbeit liegt in der Gruppenpsychotherapie.

In den einweisenden Stellen werden die Anamnese und die Therapieziele des Patienten erarbeitet. In der Klinik werden zunächst die Konflikte des Patienten analysiert. Aus den fachlichen Therapiezielen der Klinik und aus den Therapiezielen des Patienten wird die Therapiezielvereinbarung ausgehandelt. Inhalt der weiteren psychotherapeutischen Arbeit ist die Entwicklung und Erprobung neuer Lösungswege. Dies geschieht unter Einbeziehung und Förderung der jeweiligen individuellen Ressourcen.

Die Behandlung wird ergänzt durch Indikative Gruppenarbeit, wie z. B. Themenstellungen zur sozialen Kompetenz, zur aktuellen Lebensbewältigung, zu medizinischen und beruflichen Fragen, zu Fragen der Ethik etc.

Weitere therapeutische Angebote sind:

  • Kunsttherapie   
  • Sporttherapie und bei Bedarf Physiotherapie
  • Arbeitstherapie (Gärtnerei/Hauswirtschaft)
  • Beschäftigungstherapie (in Form eines Workshops).

Die Patienten nehmen regelmäßig an Selbsthilfegruppen teil.

4.  Behandlungsverlauf
Der Therapieverlauf ist in Phasen gegliedert:

Phase I  (Aufnahmephase)
Alle neu aufgenommenen Patienten verbringen in der Regel zwei Wochen in der Aufnahmephase (Phase I) . Diese Phase dient der Eingewöhnung und dem Schutz der Patienten und ist deshalb mit Einschränkungen verbunden. 

In der Aufnahmephase wird die umfassende Diagnostik der einweisenden Stellen ergänzt (medizinische Diagnostik, Psychodiagnostik, soziale Anamnese, Konfliktdiagnostik). Es werden die Hauptprobleme der Patienten ausgearbeitet und weiter bearbeitet. In diesem Zusammenhang werden auch Therapieziele formuliert und im weiteren Behandlungsverlauf  fortgeschrieben.

Voraussetzung für den Erwerb der Phase II ist die Erarbeitung der Therapiezielvereinbarung.

Phase II  (Konfliktlösungsphase)

In dieser Phase (3-5 Wochen) haben die Patienten Gelegenheit, sich intensiv mit ihrem Hauptkonflikt auseinanderzusetzen. Es wird lösungsorientiert gearbeitet.

Mit den Patienten werden spezifische Themen und Aufgaben erarbeitet und praktisch umgesetzt. Neben dem geschützten Rahmen der Psychotherapiegruppe besteht für sie die Möglichkeit, in der Patientenschaft und außerhalb der Fachklinik die erarbeiteten Lösungsstrategien und Fähigkeiten zu erproben.

Phase III (Entlassungsphase)
Diese Phase (3 Wochen) dient der Reintegration in das soziale Umfeld sowie der Vorbereitung auf die  nachstationäre Behandlung. Des weiteren findet ein Gespräch zwischen ambulantem und stationärem Behandler unter Beteiligung des Patienten statt.

Die Therapie wird dann ambulant fortgesetzt.

5. Behandlungsdauer

Die Behandlung dauert  8 bis 10 Wochen.

6.  Personelle Besetzung
Die Patienten werden in die halboffenen Gruppen integriert. Die Therapiegruppe wird von einem Psychotherapeuten hauptverantwortlich versorgt. Der Therapeut wird unterstützt von einem Kollegen, der Co-Therapeutenfunktion wahrnimmt und sich zweimal in der Woche an der Gruppenpsychotherapie beteiligt. Der Psychotherapeut wird darüber hinaus in Bezug auf die übrigen Angebote (z. B. Indikative Gruppen) von Angehörigen anderer Berufsgruppen unterstützt.

7. Stundenverteilung pro Woche

Gruppenpsychotherapie
7,50 Std
Indikative Gruppen (zum Teil freiwillig)
9,50 Std
Arbeitstherapie
6,00 Std
Kunst- und Gestaltungstherapie
(z.T. als Workshop) 
5,00 Std
Beschäftigungstherapie (Workshop) 
2,00 Std
Sporttherapie
1,50 Std
Schwimmen
2,00 Std
Sauna
2,00 Std
Plenum
0,25 Std
Angehörigenarbeit (mtl.)
0,75 Std
Selbsthilfegruppe (14-tgl.)
1,00 Std
 
37,50 Std


[weiter]