|
|
|
|
|
   
     
  Home
     
  Prospektbestellung
     
  Die Klinik
    Einführung
Die Abteilungen
Die Therapie
Medizin
Psychotherapie
Arbeitstherapie
Klinikseelsorge
Angehörigengespräche
Heimfahrten
Nachstationäre Betreuung
Freizeit
     
  Behandlungsangebote
     
  Konzeption
     
  Patienteninformation
    Abteilung Ofener Straße 20
Abteilung Huntetal
Abteilung to Hus
Abteilung Hörgeschädigte
Tagesklinik
     
  Aufnahmeverfahren
     
  Ansprechpartner
     
  Lage / Anfahrtsweg
    Standort Oldenburg
Standort Dötlingen-Neerstedt
     
  Verbund
     
  Klinikseelsorge
     
  Förderverein
     
   

Konzeption

Anlage D - Männergruppe

1. Zielgruppe
2. Behandlungsziele
3. Therapeutische Methoden
4. Behandlungsverlauf
5. Behandlungsdauer
6. Personelle Besetzung
7. Stundenverteilung pro Woche

1.  Zielgruppe
Die in dieser Gruppe behandelten Patienten weisen mittelgradige Störungen und Defizite auf. Es handelt sich um Männer, die z.B.

  • sich in einem Identitäts- und Rollenkonflikt befinden
  • von einer besonderen Bindungs- und/oder Trennungsproblematik  betroffen sind (Unfähigkeit zur Lösung aus der Herkunftsfamilie, Festhalten an gescheiterter Partnerschaft etc.)
  • Übergriffe, sexuellen Mißbrauch und/oder Gewalt erfahren haben.

2.  Behandlungsziele

  • Erwerb hinreichender Autonomie und Entwicklung von Vertrauen in die erworbene Autonomie
  • Finden einer angemessenen Rolle als Mann (in Partnerschaft, Familie,  Arbeit etc.)
  • Wahrnehmung, Akzeptanz und Äußerung männlichen Erlebens einschl. Bearbeitung der entsprechenden Gefühlsproblematik
  • Überprüfung männlicher Werte und Normen (z.B. in Partnerschaft, Ursprungs- und aktueller Familie, Arbeit etc.).

3.  Therapeutische Methoden
Der Arbeit liegt die tiefenpsychologische Sicht der Suchterkrankung zugrunde. Das therapeutische Handeln trägt der Tatsache Rechnung, daß die Entwicklungs-, Sozialisations- und gesellschaftlichen Lebensbedingungen für Frauen und Männer unterschiedlich sind. Die beschriebene geschlechtsspezifische Problematik und die beschriebenen Ziele erfordern ein geschlechtsspezifisches therapeutisches Vorgehen.
Es wird ein Schonraum geboten, der es den Männern ermöglicht, ihre bisherige Rolle zu überprüfen und alternatives Rollenverhalten zuzulassen, z.B. gegenüber Mitpatienten nicht konkurrent aufzutreten, sondern von Männern Solidarität und Verständnis zu erfahren. Es ist in dieser Gruppe möglich, die nötige Trennungs- und Trauerarbeit zu leisten und dabei Verständnis und Unterstützung von Männern zu erleben. Auf diese Weise kann eine angemessene männliche Identität entwickelt werden.

Die Gruppenpsychotherapie wird nach Bedarf durch Einzelpsychotherapie begleitet.

Weitere therapeutische Maßnahmen:

  • Arbeitstherapie, Kunsttherapie, Sporttherapie und bei Bedarf Physiotherapie werden angeboten. Kunsttherapie wird im Rahmen von Workshops angeboten, die Arbeitstherapie erfolgt im Rahmen von Projekten.
  • Beschäftigungstherapeutische Aktivitäten sollen die Patienten in die Lage versetzen, ihre Freizeit sinnvoll zu nutzen.
  • in regelmäßigen Abständen findet Angehörigenarbeit statt. Es besteht die Möglichkeit, Kinder in die Angehörigenarbeit einzubeziehen.
  • die Patienten nehmen an Veranstaltungen der Selbsthilfeorganisationen teil.

4.  Behandlungsverlauf
Der Therapieverlauf ist in drei Phasen gegliedert:

Phase I (Aufnahmephase)
Diese Phase dient der Eingewöhnung und dem Schutz der Patienten, deshalb ist diese Phase mit Einschränkungen verbunden. Sie dient der umfassenden Diagnostik (medizinische Diagnostik, Psychodiagnostik, Erhebung der Biographie). In diesem Zusammenhang werden Therapieziele formuliert und im weiteren Behandlungsverlauf fortgeschrieben.

Die Patienten werden vom Behandlungsbeginn an in die geschlechtsspezifische Psychotherapiegruppe integriert. Um ihnen in dieser Phase das Einleben zu erleichtern, finden geschlechtshomogene indikative Gruppen zu verschiedenen Themen statt.

Diese Phase dauert in der Regel 2 Wochen.

Phase II (Rollen- und Identitätsfindungsphase)
In dieser Phase werden alte Verhaltensweisen überprüft, Alternativen entwickelt und erprobt. In diesem Zusammenhang gilt besonderes Augenmerk der Untersuchung von Rolle und Identität, Scham und Schuld, Überforderung und Unterdrückung, Mißbrauch und Gewalterfahrungen.
Diese Phase dauert in der Regel mindestens 6 Wochen.

Phase III (Erprobungsphase)
Es geht um die Erprobung der neuen Rolle und die konstruktive Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht bzw. mit wichtigen Bezugspersonen. Die Öffnung nach "außen" wird durch Heimfahrten und Kontakte zum sozialen Umfeld gefördert. Die Richtlinien der Leistungsträger bezüglich Heimfahrten sind zu beachten.

5.  Behandlungsdauer

Die Behandlung dauert in der Regel 3 Monate.

6.    Personelle Besetzung
Die Männergruppe wird hauptverantwortlich von einem männlichen Psychotherapeuten versorgt (Bezugstherapeut). Er wird unterstützt von einem Kollegen, der Co-Therapeutenfunktion wahrnimmt und sich zweimal in der Woche an der Gruppenpsychotherapie beteiligt und bei Abwesenheit des Bezugstherapeuten vertritt.

 7.  Stundenverteilung pro Woche

Gruppenpsychotherapie
7,50 Std.
Indikative Gruppen (zum Teil freiwillig)
9,50 Std.
Arbeitstherapie
6,00 Std
Kunst- und Gestaltungstherapie
(z.T. als Workshop) 
5,00 Std.
Beschäftigungstherapie (Workshop) 
2,00 Std.
Sporttherapie
1,50 Std.
Schwimmen
2,00 Std.
Sauna
2,00 Std.
Plenum
0,25 Std.
Angehörigenarbeit (mtl.)
0,75 Std.
Selbsthilfegruppe (14-tgl.)
1,00 Std.
 
37,50 Std.


[weiter]