Patienteninformation - Abteilung Ofener Straße 20
Kurzinformation
über die Fachklinik Oldenburger Land/Abteilung Ofener Straße 20
Die Fachklinik Oldenburger Land/Abteilung Ofener Straße 20 in 26121 Oldenburg ist eine stationäre Behandlungseinrichtung für alkohol- und/oder medikamentenabhängige Frauen und Männer und verfügt über 26 Behandlungsplätze. Träger der Fachklinik ist die Suchthilfe gGmbH des Diakonischen Werkes Oldenburg.
Die Abteilung Ofener Straße 20 liegt zentral in der Großstadt Oldenburg und ist trotz aller Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen ein kleines Haus geblieben, das sich eine familiäre Atmosphäre bewahrt hat. In Oldenburg bestehen vielfältige kulturelle Möglichkeiten, gute Einkaufsgelegenheiten sowie die entsprechenden Dienstleistungsangebote einer Großstadt.
Als Behandlungsziel unserer Klinik gilt, daß Sie die Fähigkeit erreichen, daß Sie ohne Einnahme von Alkohol und/oder Medikamenten leben und in den sozialen und beruflichen Lebensalltag zurückkehren.

Abb. 1 Hauptgebäude (Rückfront)

Abb. 2 Gruppenpsychotherapie
Vor Therapiebeginn in unserer Fachklinik sollten Sie die Entzugsbehandlung (Entgiftung) abgeschlossen haben. Hinweise für entsprechende Maßnahmen gibt Ihnen die für Sie zuständige Suchtberatungsstelle.
Während der Entwöhnungsbehandlung in unserer Klinik werden therapeutische Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt (z. B. Gruppenpsychotherapie, Kunst- und Arbeitstherapie, etc.). Diese Angebote dienen dazu, sich ein zufriedenes Leben ohne Suchtmittel zu erarbeiten.
Dem Wochenplan (Musterbeispiel vorletzte Seite) können Sie entnehmen, daß Sie an fünf Tagen in der Woche jeweils 90 Minuten an einer Gruppenpsychotherapie teilnehmen. Nach Bedarf können Einzelgespräche mit Ihrem zuständigen Therapeuten vereinbart werden. Indikative Gruppen zu speziellen Themen (Freizeit, Familie, Führerschein, etc.) ergänzen die psychotherapeutische Arbeit.
Weitere therapeutische Angebote sind:
• Beschäftigungstherapie
• Angehörigenseminare
• Informationsveranstaltungen (medizinische oder berufliche Fragen)
• Sporttherapie/Schwimmen
• Saunabesuche
• physiotherapeutische Maßnahmen in Einzelfällen (Massage, Bäder, etc.)
• Entspannungstraining
• Nichtrauchertraining
• EDV-Kurse
• Selbsthilfegruppen.
Die Klinik verfugt ausschließlich über 2-Bett-Zimmer (jeweils mit Naßzelle) sowie über Räume zur Freizeitgestaltung (Billard, Tisch-Tennis, Fußballkicker, Bücherei, Fernsehraum, Cafeteria, PC-Labor, Kraftraum, Gesellschaftspiele, etc.).

Abb. 3 Kunsttherapie
In der Fachklinik Oldenburger Land besteht ein spezielles Behandlungsangebot für hörgeschädigte Suchtkranke:
• Schwer- und schwersthörige Patienten ohne Gebärdensprache können mit Hilfe spezieller technischer Einrichtungen (sogenannte Mikro-Port-Anlagen) in Gruppen mit hörenden Patienten der Abteilung Ofener Straße 20 behandelt werden (in d. Regel bis zu einer Resthörigkeit von 10 %).
• Hörgeschädigte Patienten mit Gebärdensprache (LBG) werden in einer speziellen Psychotherapiegruppe der Abteilung Hörgeschädigte am zweiten Standort der Klinik in Dötlingen-Neerstedt behandelt. Die zuständigen Mitarbeiter beherrschen die Gebärdensprache.
Der Einzugsbereich für hörgeschädigte Patienten mit oder ohne Gebärdensprache umfaßt das gesamte Bundesgebiet.
Eine Anmeldung von Patienten für unsere Klinik sowie die Beantragung der Therapiekosten beim zuständigen Leistungsträger (z.B. DRV, Krankenkasse, etc.) erfolgt in der Regel über eine Suchtberatungsstelle oder über den Sozialdienst einer Institution (z.B. Krankenhaus, Wohnheim, Betrieb, etc.).

Abb. 4 Cafeteria
Die Aufnahme in der Abteilung Ofener Straße 20 erfolgt in der Regel dienstags. Als notwendige Vorbedingungen für die Aufnahme gelten:
• Kostenzusage des Leistungsträgers (Rentenversicherungsträger, Krankenkasse, Sozialhilfeträger, etc.)
• Sozialbericht (Erstellung durch Ihre einweisende Stelle)
• körperliche Entgiftung (leichte Entzugserscheinungen können im Einzelfall in unserem Hause behandelt werden)
• Freiwilligkeit der Behandlung.
Wenn Art und/oder Ausma ß einer Behinderung die Teilnahme an wesentlichen therapeutischen Maßnahmen ausschließen, können behinderte Patienten nicht behandelt werden.
Es ist hilfreich, wenn Angehörige die Patienten bei Ihrer Genesung unterstützen, insbesondere durch aktive Teilnahme an Angehörigenseminaren, Paargesprächen, etc.

Abb. 5 Kraftraum
Ca. alle 4 Wochen wird samstags ein Angehörigenseminar durchgeführt (siehe Wochenplan). Nach Absprache mit den Patienten wird zum gegebenen Zeitpunkt eine Einladung an die Angehörigen oder an nahe Bezugspersonen übersandt.
Nach Beendigung Ihrer stationären Therapie wird möglicherweise die Fortsetzung der Behandlung ambulant durch eine Suchtberatungsstelle oder der Übergang in eine nachstationäre Einrichtung (Adaptionsphase, Übergangswohnheim, Wohngemeinschaft, etc.) erforderlich sein. Dies wird bei Notwendigkeit rechtzeitig mit Ihnen besprochen und geschieht nur mit Ihrer Zustimmung.
Weitere Informationen zu unserer Fachklinik bzw. zu dem Ablauf der Therapie können Sie der Haus- und Therapieordnung entnehmen (siehe S. 11 ff). Sollten Sie zusätzliche Informationen wünschen, so sprechen Sie uns bitte an. Wir stehen Ihnen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung:
Telefon: 04432/9480-0
Fax: 04432/948094
e-Mail: fachklinik.ol-land[*]diakonie-ol.de
Internet: www.fachklinik-oldenburger-land.de

Abb. 6 Gartentherapie
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