Patienteninformation - Tagesklinik
Kurzinformation über die Fachklinik Oldenburger Land/Tagesklinik
Die Fachklinik Oldenburger Land/Tagesklinik in 26121 Oldenburg verfügt über 3 teilstationäre Behandlungsplätze für alkohol- und/oder medikamentenabhängige Frauen und Männer. Träger der Fachklinik ist die Suchthilfe gGmbH des Diakonischen Werkes Oldenburg.
Das Haus liegt zentral in der Großstadt Oldenburg und ist trotz aller Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen eine kleine Einrichtung geblieben, die sich eine familiäre Atmosphäre bewahrt hat.
Mit unserer Tagesklinik sprechen wir auf der einen Seite suchtkranke Menschen an, die aufgrund ihrer guten sozialen Integration, ihrer Behandlungsmotivation sowie ihrer vorhandenen Ressourcen und körperlichen Gesundheit keiner vollstationären Therapie bedürfen. Auf der anderen Seite bietet das teilstationäre Angebot mehr Struktur und Sicherheit sowie eine höhere Behandlungsdichte als eine ambulante Therapie.

Abb. 1 Hauptgebäude

Abb. 2 Gruppenpsychotherapie
Die teilstationäre Behandlung sollte aber nicht das „kleinere Übel“ oder der „halbherzige Kompromiß“ im Vergleich zur vollstationären Therapie sein.
Das tagesklinische Angebot ist für Patienten geeignet, die in der Lage sind, außerhalb der Tagesklinik in ihrer häuslichen Umgebung abstinent zu leben, d.h. auch abends und am Wochenende. Des weiteren ist es erforderlich, daß die Patienten in stabilen häuslichen Verhältnissen bzw. verlässlichen familiären Strukturen leben.
Die Tagesklinik bietet die Möglichkeit, die außerhalb der Behandlung im Alltag gemachten Erfahrungen sofort und direkt in die Therapie einzubringen und zu reflektieren. Das in der Behandlung Erlernte kann unmittelbar im alltäglichen sozialen Umfeld erprobt und gefestigt werden. Dies bedeutet, daß Therapie und Alltag eng verknüpft werden.
Als Behandlungsziel unserer Tagesklinik gilt, die Fähigkeit zu erlangen, ohne Einnahme von Alkohol und/oder Medikamenten zu leben und in den sozialen und beruflichen Lebensalltag zurückzukehren.
Die Tagesklinik ist besonders geeignet für Frauen oder Männer mit Kindern, die (zumindest teilweise) in der Lage sind, ihre Kinder zu
betreuen, aber auch für alle jene Patienten, die Familie haben und familiäre Themen in der Therapie behandeln möchten.
Während der teilstationären Behandlung werden therapeutische Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt (z. B. Gruppenpsychotherapie, Kunst- und Arbeitstherapie, etc.). Diese Angebote dienen dazu, sich ein zufriedenes Leben ohne Suchtmittel zu erarbeiten.
Dem Wochenplan (Musterbeispiel vorletzte Seite) können Sie entnehmen, daß Sie an fünf Tagen in der Woche jeweils 90 Minuten an einer Gruppenpsychotherapie teilnehmen. Nach Notwendigkeit werden Einzelgespräche mit Ihrem zuständigen Therapeuten vereinbart.

Abb. 3 Kunsttherapie

Abb. 4 Cafeteria
Indikative Gruppen zu speziellen Themen (Freizeit, Familie, Führerschein, etc.) ergänzen die psychotherapeutische Arbeit. Weitere therapeutische Angebote sind:
- Beschäftigungstherapie
- Angehörigenseminare
- Informationsveranstaltungen (medizinische oder berufliche Fragen)
- Sporttherapie/Schwimmen
- physiotherapeutische Maßnahmen in Einzelfällen
(Massage, Bäder, etc.)
- Entspannungstraining
- Nichtrauchertraining
- EDV-Kurse.
Es ist hilfreich, wenn Angehörige die Patienten bei Ihrer Genesung unterstützen, insbesondere durch aktive Teilnahme an Angehörigen- seminaren, Paargesprächen, etc.
Ca. alle 4 Wochen wird samstags ein Angehörigenseminar durchgeführt (siehe Wochenplan). Nach Absprache mit den Patienten wird zum gegebenen Zeitpunkt eine Einladung an die Angehörigen oder an nahe Bezugspersonen übersandt.
Nach Beendigung Ihrer teilstationären Therapie wird möglicherweise die Fortsetzung der Behandlung ambulant durch eine Fachstelle Sucht oder der Übergang in eine stationäre Einrichtung (Adaptionsphase, Übergangswohnheim, Wohngemeinschaft, etc.) erforderlich sein. Dies wird bei Notwendigkeit rechtzeitig mit Ihnen besprochen und geschieht nur mit Ihrer Zustimmung.
Eine Anmeldung von Patienten für unsere Tagesklinik sowie die Beantragung der Therapiekosten beim zuständigen Leistungsträger (z.B. DRV, Krankenkasse, etc.) erfolgt in der Regel über eine Fachstelle Sucht oder über den Sozialdienst einer Institution (z.B. Krankenhaus, Wohnheim, Betrieb, etc.).
Die Behandlungsdauer wird jeweils individuell festgelegt und kann zwischen 8 - 12 Wochen betragen.

Abb. 5 Kraftraum
Es können Patienten aufgenommen werden, die einen Anfahrtsweg von maximal 45 Minuten haben (z.B. mit PKW, Bus, Bahn, etc.).
Vor Beginn der teilstationären Behandlung muß die Entzugsbehandlung (körperliche Entgiftung) abgeschlossen sein. Hinweise für entsprechendeMaßnahmen gibt Ihnen die für Sie zuständige Fachstelle Sucht.
Die Aufnahme in die Tagesklinik erfolgt in der Regel dienstags. Als notwendige Vorbedingungen für die Aufnahme gelten:
- Kostenzusage des Leistungsträgers (Rentenversicherungsträger, Krankenkasse, Sozialhilfeträger, etc.)
- Sozialbericht (Erstellung durch Ihre einweisende Stelle)
- körperliche Entgiftung
- Freiwilligkeit der Behandlung.
Wenn Art und/oder Ausmaß einer Behinderung die Teilnahme an wesentlichen therapeutischen Maßnahmen ausschließen, können diese Patienten nicht behandelt werden.
Interessierte Patienten können das Haus jeden Dienstag um 18.15 Uhr (außer Feiertags) im Rahmen einer Informationsgruppe besichtigen.
Weitere Informationen zu unserer Fachklinik bzw. zu dem Ablauf der
Therapie können Sie der Haus- und Therapieordnung entnehmen (siehe S. 11 ff.). Sollten Sie zusätzliche Informationen wünschen, so sprechen Sie uns bitte an. Wir stehen Ihnen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung:
Telefon: 04432/9480-0
Fax: 04432/948094
Mail: fachklinik.ol-land[*]diakonie-ol.de
Internet: www.fachklinik-oldenburger-land.de
Bitte ersetzen Sie [*] bei den E-Mail Adressen durch ein at-Zeichen
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