Patienteninformation - Abteilung to Hus
Kurzinformation über die Fachklinik Oldenburger Land/Abteilung to Hus
Die Fachklinik Oldenburger Land/Abteilung to Hus (8 Betten) in 27801 Dötlingen-Neerstedt ist eine stationäre Behandlungseinrichtung für alkohol- und/oder medikamentenabhängige Frauen und Männer. Träger der Fachklinik ist die Suchthilfe gGmbH des Diakonischen Werkes Oldenburg.
Dötlingen-Neerstedt liegt in der "Wildeshauser Geest", einem bekannten Erholungsgebiet zwischen den Städten Oldenburg (25 km) und Wildeshausen (12 km). Beide Städte sind durch regelmäßigen Busverkehr zu erreichen.
Als Behandlungsziel unserer Klinik gilt, daß Sie die Fähigkeit erreichen, ohne Einnahme von Alkohol und/oder Medikamenten zu leben und in den sozialen und beruflichen Lebensalltag zurückzukehren.

Abb. 1 Hauptgebäude mit Therapiegebäude

Abb. 2 Gruppenpsychotherapie
Vor Therapiebeginn in unserer Fachklinik sollten Sie die Entzugsbehandlung (Entgiftung) abgeschlossen haben. Hinweise für entsprechendeMaßnahmen gibt Ihnen die für Sie zuständige Suchtberatungsstelle.
Während der Entwöhnungsbehandlung in unserer Klinik werden therapeutische Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt (z. B. Gruppenpsychotherapie, Arbeitstherapie, etc.). Diese Angebote dienen dazu, sich ein zufriedenes Leben ohne Suchtmittel zu erarbeiten.
Dem Wochenplan (Musterbeispiel vorletzte Seite) können Sie entnehmen, daß Sie an fünf Tagen in der Woche jeweils 90 Minuten an einer Gruppenpsychotherapie teilnehmen. Nach Bedarf können Einzelgespräche mit Ihrem zuständigen Therapeuten vereinbart werden. Indikative Gruppen zu speziellen Themen (Freizeit, Familie, Führerschein, etc.) ergänzen die psychotherapeutische Arbeit.
Neben der Psychotherapie findet die Arbeitstherapie in den Bereichen Gärtnerei/Landwirtschaft, Holz/Metall/Haustechnik, Hauswirtschaft (Küche/Wäscherei) oder Cafeteria statt. In welchem dieser Bereiche Sie tätig werden, hängt von Ihren gesundheitlichen Voraussetzungen, von Ihren Interessen sowie von den erforderlichen Arbeitsabläufen in der Klinik ab.
Weitere therapeutische Angebote sind:
- Beschäftigungstherapie
- Informationsveranstaltungen (medizinische oder berufliche Fragen)
- Angehörigenseminare
- Sport- und Schwimmtherapie
- Saunabesuche
- physiotherapeutische Maßnahmen in Einzelfällen
(Massagen, Bäder, etc.)
- Nichtrauchertraining
- Selbsthilfegruppen.
Die Behandlungskosten werden entsprechend den persönlichen Voraussetzungen entweder von den Rentenversicherungsträgern, den Krankenkassen oder den Sozialhilfeträgern übernommen.

Abb. 3 Arbeitstherapie Gärtnerei

Abb. 4 Medizinische Behandlung
Die Unterbringung erfolgt in der Regel in 2-Bett-Zimmern (jeweils mit Naßzelle).
Die Klinik verfügt über verschiedene Angebote zur Freizeitgestaltung (Cafeteria, Billard, Bücherei, Fernsehraum, Fußballkicker, Tischtennis, Außenplatz für Volleyball oder Badminton/Federball, Basketballanlage, Gesellschaftsspiele, Werkraum, Fitnessgeräte,
PC-Labor, Fahrradausleihe, etc.).
In der Fachklinik Oldenburger Land besteht ein spezielles Behandlungsangebot für hörgeschädigte Suchtkranke:
- Schwer- und schwersthörige Patienten ohne Gebärdensprache können mit Hilfe spezieller technischer Einrichtungen (sogenannte Mikro-Port-Anlagen) in Gruppen mit hörenden Patienten der Abteilung to Hus behandelt werden (in d. Regel bis zu einer Resthörigkeit von 10 %).
- Hörgeschädigte Patienten mit Gebärdensprache (LBG) werden in einer speziellen Psychotherapiegruppe der Abteilung Hörgeschädigte behandelt. Die zuständigen Mitarbeiter beherrschen die Gebärdensprache.
Der Einzugsbereich für hörgeschädigte Patienten mit oder ohne Gebärdensprache umfaßt das gesamte Bundesgebiet.
Eine Anmeldung von Patienten für unsere Klinik sowie die Beantragung der Therapiekosten beim zuständigen Leistungsträger (z.B. DRV, Krankenkasse, etc.) erfolgt in der Regel über eine Suchtberatungsstelle oder über den Sozialdienst einer Institution (z.B. Krankenhaus, Wohnheim, Betrieb, etc.).
Die Aufnahme in der Abteilung to Hus erfolgt in der Regel mittwochs. Als notwendige Vorbedingungen für die Aufnahme gelten:
- Kostenzusage des Leistungsträgers (Rentenversicherungsträger, Krankenkasse, Sozialhilfeträger, etc.)
- Sozialbericht (Erstellung durch Ihre einweisende Stelle)
- körperliche Entgiftung (leichte Entzugserscheinungen können im
- Einzelfall in unserem Hause behandelt werden)
- Freiwilligkeit der Behandlung.

Abb. 5 Cafeteria
Wenn Art und/oder Ausmaß einer Behinderung die Teilnahme an wesentlichen therapeutischen Maßnahmen ausschließen, können behinderte Patienten nicht behandelt werden.
Es ist hilfreich, wenn Angehörige die Patienten bei Ihrer Genesung unterstützen, insbesondere durch aktive Teilnahme an Angehörigenseminaren, Paargesprächen, etc.
Ca. alle 6 Wochen wird samstags ein Angehörigenseminar durchgeführt (siehe Wochenplan). Nach Absprache mit den Patienten wird zum gegebenen Zeitpunkt eine Einladung an die Angehörigen oder nahe Bezugspersonen übersandt.
Nach Beendigung Ihrer stationären Therapie wird möglicherweise die Fortsetzung der Behandlung ambulant durch eine Suchtberatungsstelle oder der Übergang in eine nachstationäre Einrichtung (Adaptionsphase, Übergangswohnheim, Wohngemeinschaft, etc.) erforderlich sein. Dies wird bei Notwendigkeit rechtzeitig mit Ihnen besprochen und geschieht nur mit Ihrer Zustimmung.
Weitere Informationen zu unserer Fachklinik bzw. zu dem Ablauf der
Therapie können Sie der Haus- und Therapieordnung entnehmen (siehe S. 11 ff.). Sollten Sie zusätzliche Informationen wünschen, so sprechen Sie uns bitte an. Wir stehen Ihnen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung:
Telefon: 04432/9480-0
Fax: 04432/948094
Mail: fachklinik.ol-land[*]diakonie-ol.de
Internet: www.fachklinik-oldenburger-land.de
Bitte ersetzen Sie [*] bei den E-Mail Adressen durch ein at-Zeichen
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